Inspirationsquelle

Wer ist Filippo Miller? 

 
 
 

Am 03.09.1786 verließ mitten in der Nacht der einflußreichste Superminister Weimars J.W. von Goethe Karlsbad, allein und unter dem Maler-Pseudonym „Filippo Miller“, um nach Italien zu reisen. Er spürte die Last des Bestehenden.

Früh drei Uhr stahl ich mich aus Karlsbad, weil man mich sonst nicht fortgelassen hätte.
— Goethes Tagebucheintrag am 17.12.1786

Aber für ihn war es keine Flucht und auch keine profane Bildungsreise, vielmehr verordnete er sich ein fundamentales Veränderungs-programm.

Er wollte sich öffnen, sich von fremden Ideen und Perspektiven berühren lassen, um sich so selbst besser kennen zu lernen, anstatt nur im eigenen Saft zu schmoren.

    Es reichte ihm nicht aus, gut zu sein und so weiterzumachen wie bisher.  Er wollte Entscheidendes anders machen. Dafür muss man sich immer wieder selbst erneuern und erkennen, was man noch vollbringen möchte.

    Für uns steht diese Anekdote symbolisch für das Thema Aufbruch und Veränderung, das Verlassen seiner Komfortzone, um Neues zu entdecken oder wie Josef Schumpeter es beschreibt:

    Die schöpferische Kraft der Zerstörung nutzen, um weiter innovativ zu bleiben.

    Natürlich nicht blind und unbedacht, sondern besonnen und bewußt. Dieser Gedanke ist unserer Meinung nach aktueller denn je und der Leitgedanke unseres "täglichen Tuns".

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